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Dienstag, 04 Februar 2014 19:06

DANKE Winfried Steinhaus

So viel Prominenz und Uniformen sieht man wohl selten in einer Kirche. Doch zum Abschied vom Pfarrer und Notfallseelsorger Winfried Steinhaus waren sie alle in die Evangelische Kirche Groß-Zimmern gekommen: Polizisten aus Darmstadt und Dieburg, die Feuerwehr aus dem Landkreis Darmstadt-Dieburg, Notfallseelsorgeteams, der Landrat Klaus-Peter Schellhaas, sein Vorgänger Alfred Jakoubek, diverse Bürgermeister aus Babenhausen, Dieburg und Schaafheim, die erste Kreisbeigeordnete Rosemarie Lück, die hessische Landtagsabgeordnete Heike Hofmann (SPD) und die ehemalige hessische Kultusministerin Karin Wolff (CDU).


In einem großen Festgottesdienst wurde der Gründer der Notfallseelsorge im Landkreis Winfried Steinhaus von Pröpstin Karin Held und Dekan Joachim Meyer nach 36 Jahren Dienst als Pfarrer und 16 Jahren Einsatz für die Notfallseelsorge in den Ruhestand verabschiedet.

Nach dem Gottesdienst sprachen Landrat Klaus-Peter Schellhaas ("Dies ist nur ein kleiner Abschied"), Karl-Heinz Werner von der Feuerwehr am Otzberg ("Du hast Spuren hinterlassen"), der Präses des Dekanats Vorderer Odenwald Dr. Michael Vollmer ("Sie haben der Kirche ein Gesicht vor Ort gegeben") und der katholische Dekan Erhard Weilbächer ("Danke für die ökumenische Verbundenheit!") noch Grußworte.

Steinhaus selbst bedankte sich in einem Schlusswort bei seinem Notfallseelsorgeteam und bei seiner Frau Karin Steinhaus, die selbst als Notfallseelsorgerin oft im Einsatz war, für ihr ehrenamtliches Engagement. Nach gut zwei Stunden konnten sich dann noch viele Weggefährten, Freunde und Bekannte von Pfarrer Steinhaus, nun offiziell im Ruhestand, bei Sekt, Saft und kleinen Häppchen von ihm persönlich verabschieden. Das Ehepaar wird seinen Lebensabend in Südschweden verbringen.

Zur Person: 16 Jahre lang war die Straße und die Autobahn sein Revier. Mit seinem markanten Landrover („Seelsorgepanzer“) ist er in dieser Zeit hunderte von Einsätzen gefahren, um Menschen in Not beizustehen, zuzuhören, in ihrem Leid und ihrer Trauer zu begleiten und zu trösten. Er war es auch, der im Landkreis Darmstadt-Dieburg im Jahre 1998 die Notfallseelsorge aus der Taufe gehoben und systematisch auf- und ausgebaut und geleitet hat. Im Jahr 2009 wurde Steinhaus als erster EKHN-Pfarrer überhaupt zum Ehrenkommissar der Deutschen Polizeigewerkschaft ernannt! 2012 erhielt er die Feuerwehr-Ehrenmedaille, die höchste Auszeichnung des Deutschen Feuerwehrverbandes für Nicht-Feuerwehrangehörige.

Um das ihm wichtige Anliegen der Notfallseelsorge weiterzutreiben, hat sich Steinhaus auch in vielen Gremien engagiert. So saß er seit 1999 im Beirat Notfallseelsorge der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) und war Mitglied des Forums Notfallseelsorge am Bischöflichen Ordinariat in Mainz. Eine weitere Aufgabe erwuchs ihm im Oktober 2001, als er zum Polizeipfarrer der EKHN ernannt wurde.

Als Polizeipfarrer pendelte er zwischen den Präsidien Südosthessen in Offenbach, Südhessen in Darmstadt und der Polizeidirektion Vogelsberg sowie der Bereitschaftspolizei in Mühlheim ständig hin und her. Dort gab er auch Ethikunterricht an der Hochschule für Polizei und Verwaltung.

■ Evangelisches Dekanat Vorderer Odenwald

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