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Freitag, 07 September 2018 12:57

10 Jahre Freiwilliges Soziales Jahr bei der Feuerwehr

Mit Motivation, Mut, Beharrlichkeit sowie innovativen Ideen begann vor 10 Jahren das FSJ in der Feuerwehr. Es galt, wie so oft bei etwas Neuern, zu überzeugen und viele verschiedene Ansichten sowie Zuständigkeiten zusammen zu bringen. Was im Herbst 2008 als Pilotversuch im Landkreis Darmstadt-Dieburg mit fünf jungen Menschen begann, ist heute aktueller denn je. Das FSJ wurde von allen Beteiligten positiv bewertet. Der Landesfeuerwehrverband Hessen (LFV) wurde 2009 nach der Pilotphase im Landkreis Darmstadt-Dieburg durch das Land Hessen als Träger des FSJ anerkannt.

Das Freiwillige Soziale Jahr ist eine soziale Hilfstätigkeit für junge Menschen, die ganztägig in gemeinwohlorientierten Einrichtungen abgeleistet wird. Als soziales Bildungsjahr dient es sowohl der persönlichen als auch der beruflichen Orientierung. Junge Menschen sollen während ihres FSJ soziale Kompetenzen erwerben und damit auch ihre beruflichen Startvoraussetzungen verbessern.

Das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) bei der Feuerwehr ist ein erfolgreiches Projekt zur Nachwuchswerbung für die Feuerwehren. Es soll jungen Menschen die vielfältigen Chancen bieten, die Arbeit in und für die Feuerwehr kennen zu lernen.

Zur Feierstunde im Feuerwehrhaus in Pfungstadt am 5. September 2018 hatte der Landesfeuerwehrverband Hessen und der Kreisfeuerwehrverband Darmstadt -Dieburg eingeladen. Der Vorsitzende des KFV Stefan Richter konnte zahlreiche Vertreter des Landtags, des Präsidiums des Landesfeuerwehrverbandes und der beteiligten Feuerwehren begrüßen, und führte durch das Programm.

Der Präsident des LFV Hessen Dr. h. c. Ralf Ackermann bezeichnete das FSJ in der Feuerwehr als Erfolgsmodell. Der andauernde Einsatz hat sich gelohnt, mehrere andere Bundesländer haben diese Erfolgsmodell aus Hessen übernommen. Das Innenministerium hat insbesondere die Startphase finanziell besonders gefördert und
dadurch das landesweite Projekt ermöglicht.

Werner Koch, Staatssekretär im Hessischen Ministerium des Innern und für Sport, würdigte im Rahmen der Feierstunde das Freiwilligenjahr als wichtigen Bestandteil gelungener Ehrenamtsförderung. "Wenn es nicht schon da wäre, müsste es erfunden werden", so Werner Koch. Anlässlich des Jubiläums überreichte Koch dem
Landesfeuerwehrverband einen Bescheid in Höhe von 1.000 Euro.

Manuel Feick, ehemaliger Kreisjugendfeuerwehrwart des Kreises Darmstadt-Dieburg schilderte den "steinigen" Weg von der Idee bis zur Umsetzung. "All dies konnte nur entstehen, weil damals einige wenige erkannt haben wie wichtig dieses Projekt für die zukünftige Entwicklung des ehrenamtlichen Feuerwehrwesens ist." so Feick. Der damaligen Sozialministerin Silke Lautenschläger schrieb Feick dabei eine besondere Schlüsselposition in dem Entwicklungsprozess zu, "wenn es sie nicht gegeben hätte, würde heute niemand hier sitzen."

Frank Wößner, FSJ-Pädagoge beim Landesfeuerwehrverband Hessen, stellte das FSJ in der Feuerwehr dar. Im kürzlich zu Ende gegangenen FSJ-Jahrgang 2017/2018 absolvierten 44 junge Menschen, davon 14 weibliche Teilnehmerinnen und 30 männliche Teilnehmer mit einem Durchschnittsalter von 18 Jahren ein FSJ bei der Feuerwehr. Insgesamt betreute der LFV Hessen bisher 245 FSJler. Und die Zahlen für den nun gestarteten neuen FSJ-Jahrgang 2018/2019 deuten auf einen weiteren Zuwachs bei den Teilnehmerzahlen hin.

In ihrer Einsatzstelle sind die FSJler mit vielfältigen Aufgaben beschäftigt: von der Unterstützung der Gerätewarte, der Mitarbeit in Kinder- und Jugendfeuerwehr und der Brandschutzerziehung, der Mithilfe bei der Organisation von Veranstaltungen bis hin zu verschiedenen Bürotätigkeiten ist Vieles möglich. Außerdem sollen die FSJler möglichst in das tägliche Einsatzgeschehen der örtlichen Feuerwehr einbezogen werden.

Neben ihrer Tätigkeit in ihrer Einsatzstelle besuchen die FSJler im Laufe des Jahres 5 Bildungswochen. Hier haben sie die Möglichkeit, sich gemeinsam über ihre praktische Arbeit auszutauschen, weitere soziale Kompetenzen zu erwerben und sich mit sozialen und politischen Themen auseinanderzusetzen.

Perspektivisch ist der LFV Hessen weiferhin an neuen FSJ -Einsatzstellen interessiert; andererseits aber natürlich auch daran, dass sich viele junge Menschen für ein Freiwilliges Soziales Jahr bei der Feuerwehr bewerben.

In einer Vorstellungsrunde berichteten die Anwesenden ehemaligen und aktuellen FSJler von ihrer Zeit im Freiwilligenjahr.

Pfungstadt Bürgermeister Patrick Koch überbrachte seine Glückwünsche und ist stolz drauf, dass dieses erfolgreiche Projekt, "der Dienst an der Gemeinschaft" in Pfungstadt seine Anfänge nahm und seinerzeit die Vorreiterrolle für das Pilotprojekt übernommen hatte.

Der ehemalige Kreisbrandinspektor Ralph Stühling lobte die tolle Entwicklung und den Erfolg des Projektes. Er dankte den Mitwirkenden und Unterstützern dieses Projektes.

Im Anschluss konnten bei einem Imbiss die Erfahrungen und Eindrücke ausgetauscht werden.

■ LFV Hessen, KFV DA-DI

 

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