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Seit Jahrtausenden machen Menschen sich die wärmende Kraft des Feuers zunutze. Ebenso alt sind die Versuche, sich gegen die verheerende Wirkung großer Brände zu schützen. Aus der Antike beispielsweise sind die „vigilies“ bekannt, die Nacht- und Feuerpolizei der Stadt Rom. Während des gesamten Mittelalters und der frühen Neuzeit funktionierte der Brandschutz in Deutschland und seinen Nachbarstaaten mehr schlecht als recht nach einem einfachen System: Alle müssen helfen. Wenn ein Feuer entdeckt wurde, hatten sich die männlichen Bewohner eines Dorfes oder einer Stadt am Brandort oder an den Stadttoren zu versammeln. Handwerker brachten ihr Werkzeug mit, andere schleppten Löscheimer und hölzerne Feuerspritzen mit. Von einer durchdachten Planung war nichts zu spüren. „Da ist nichts als Toben, Schreien, Schimpfen, denn jeder will seinen guten Ratschlägen Gehör verschaffen“, beschreibt Osswald Faber, Mitbegründer der Leipziger Feuerwehr, noch 1864 diese Art der Brandbekämpfung.

Heute steht ein modernes Gefahrenabwehrsystem auf freiwilliger, ehrenamtlicher Basis zur Verfügung. Von der Gefahrstoffmessung, Rettung aus allen Höhen- und Tiefenlagen, Hochwasserschutz oder Technischer Hilfe bei jeder Art von Verkehrsunfällen, zur Verfügung. Hierzu kommt die traditionelle Aufgabe der Brandbekämpfung oder einfach die Hilfestellung bei allen Arten von Hilfeleistung für Gemeinden, Vereine, Polizei oder Behörden. Eine unendliche Aufgabenstellung in der Gefahrenabwehr, die nicht abschließend bestimmt werden kann.

 

Der Katastrophenschutz

Der Landrat ist von der Warnung der Bevölkerung bis zu einer einheitlichen Lenkung der Gefahrenabwehr zuständig für die Organisation und Planung des Katastrophenschutzes. Zwischen einem „normalen Unfall“ und einem „Katastrophenfall“ darf es zu keinen Reibungsverlusten bei der Einsatzleitung kommen. Da der Führungsbedarf überproportional zur Größe eines Unglücksfalls steigt, benötigt die an den Bedarf anzupassende Führungsorganisation geeignete Führungsmittel. Das wichtigste Führungsmittel ist eine gemeinsame Leitstelle zur Bewältigung aller fernmeldetechnischen Aufgaben und Koordination.

Planung und Vorbereitung

Der Katastrophenabwehr ist eine wichtige Aufgabe, die von den Bundesländern und Landkreisen wahrgenommen wird, um die Daseinsvorsorge, auch in Notlagen, zu gewährleisten. Der Katastrophenschutz in der Bundesrepublik Deutschland hat seit den 90er-Jahren eine gravierende Veränderung erfahren. Er war bis zu Beginn der 90er-Jahre und der Wiedervereinigung ein wichtiger Bestandteil des Bevölkerungsschutzes (Zivilschutz).

Nach dem Wegfall der militärischen Bedrohung wurde auch in diesem Bereich erheblich reduziert und Mittel eingespart. Das gesamte Warnnetz, einschließlich der Sirenen, wurde eingestellt und abgebaut. Im Landkreis Darmstadt-Dieburg wurden aber viele Sirenen übernommen und für die Warnung der Bevölkerung umgerüstet.

Einheitliches Katastrophenschutzkonzept

Erst mit den Ereignissen vom 11. September 2001 und den Hochwasserkatastrophen an Elbe und Oder, fand ein Umdenkungsprozess statt. Im Land Hessen wurde als einziges Bundesland ein einheitliches Katastrophenschutzkonzept erstellt und umgesetzt. Heute verfügt Hessen über eines der modernsten Katastrophenschutzkonzepte, mit einer fast vollständigen Ausstattung.

Der Landkreis betreibt, gemäß dem Katastrophenschutzkonzept, mit den Feuerwehren und Hilfsorganisationen verschiedene Einrichtungen und Einheiten des Katastrophenschutzes. Der Katastrophenschutz baut auf ehrenamtliche Helferinnen und Helfer auf. Bis zur Aussetzung der Wehrpflicht, haben sich viele Helfer für eine bestimmte Zeit zur Mitarbeit im Katastrophenschutz verpflichtet und waren somit vom Wehrdienst befreit.

Für den Katastrophenschutz hat der Landkreis Darmstadt-Dieburg ein Konzept entwickelt, in dem die beiden Einrichtungen „Zentrale Leitstelle“ und „Katastrophenschutz-Stab mit Fernmeldezentrale“ organisatorisch und räumlich zusammengefasst wurden. So hat die Fernmeldezentrale die Aufgabe, die Zentrale Leitstelle bei größeren Schadensereignissen personell und materiell zu unterstützen, sowie im Katastrophenfall die Kommunikation des Stabes nach außen sicherzustellen. Aus diesen Gründen ist sie räumlich zwischen Leitstelle und Lagezentrum, das ausschließlich den Führungskräften des Brand- und Katastrophenschutzes zur Verfügung steht, eingegliedert.

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